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Fledermausschutz Franken

Im Naturpark der fränkischen Schweiz - Deutschland

Fledermauskasten aufhängen - Nisthilfen!


Es gibt hierzulande zwei Gruppen von einheimischen Fledermäusen: die Haus- und die Waldfledermäuse und beide freuen sich über zusätzliche Nistplätze in Form von einem Fledermauskasten.

Zu den Hausfledermäusen gehören z.B. Mausohr und Zwergfledermaus. Diese leben bevorzugt in Menschennähe an Gebäuden. Zu finden sind sie unter anderem unter dem Dach, in Rolladenkästen und in Gebäudespalten. Hier können Fledermauskästen am Haus den Tieren zusätzliche Nisthilfen bieten.

Waldfledermäuse, wie Abendsegler oder Wasserfledermaus, nisten gerne in hohlen Bäumen und freuen sich über Kästen in Gärten, aber auch in Parks oder in Wäldern können Fledermauskästen aufgehängt werden, was Waldfledermäusen auch in freier Natur zusätzliche Nistplätze schafft.

Fledermauskästen zum Artenschutz

Es gibt in Deutschland 23 Fledermausarten, die alle in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Seit 1936 gelten Fledermäuse als geschützte Tiere und dennoch sind sie bereits in einigen Orten ausgestorben. Ein reiner gesetzlicher Schutz hat nicht viele Auswirkungen, wenn keine sinnvollen Maßnahmen zum Artenschutz ergriffen werden. Eine Maßnahme die die Menschen selber ergreifen können ist das Anbringen von Fledermausnistkästen, wodurch zusätzliche wertvolle Quartiere für die bedrohten Tiere geschaffen werden.

Einen Fledermauskasten aufhängen

Wenn man einen Fledermauskasten aufhängt, sollte man erst mal ein wenig Geduld mitbringen. Fledermäuse brauchen häufig etwas länger um einen Kasten anzunehmen und bis zur Besiedlung kann es teilweise bis zu mehreren Jahren dauern. Auch wenn man alles richtig macht, kann es sein, dass der Fledermauskasten nicht angenommen wird. Fledermäuse nisten viel seltener in künstlichen Niststellen als Vögel. Das liegt daran, dass diese Kunstquartiere nicht alle Bedürfnisse der Fledermäuse abdecken können. Daher ist es auch wichtig, dass naturnahe Wälder mit vielen Baumhöhlen für die Fledermäuse erhalten bleiben.

Die Nistkästen für Fledermäuse sollten in einer Höhe von mindestens 3-5 Meter aufgehängt werden. Fledermäuse bevorzugen Wärme und nicht allzu windige Plätze. Stellen die morgens und mittags Sonne abbekommen und möglichst wenig im Schatten liegen, sind besonders gut für Fledermauskästen. Gute Stellen sind Wegränder, Lichtungen und Uferbereiche. Auch Gärten bieten gute Stellplätze für einen Fledermauskasten, wohingegen das Innere von dichten Baum- und Buschgruppen ungünstig sind. Fledermäuse brauchen freien Anflug zum Kasten. Vor dem Einflugloch sollte mind. 1 Meter freier Platz sein und auch nach unten sollen ca. 2 Meter ohne Anflughindernisse sein.

Am besten hängt man gleich 3 bis 5 Kästen auf, allerdings sollte der kleinste Abstand zwischen den Fledermauskästen nicht unter 5 Meter liegen. Die Gruppe von Fledermauskästen kann auch durch einige Nistkästen für Vögel ergänzt werden.

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