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Fledermausschutz Franken

Im Naturpark der fränkischen Schweiz - Deutschland

Fledermaus gefunden - Erste Hilfe!


Heute sind Fledermäuse beliebt. Gut so, denn alle 23 heimischen Arten sind völlig schutzbedürftig Keine Angst, sie fliegen weder in die Haare noch saugen sie Blut. Sie zählen zu den faszinierendsten Säugetieren unserer heimischen Tierwelt. Leider auch zu den Bedrohtesten, denn ihre Lebensräume dezimieren sich immer stärker. Können Sie diese "Fledertiere" bei sich zu Hause beobachten? Das Vorkommen von ihnen ist ein wichtiger Indikator dafür, ob die Umgebung freundlich und geeignet für Fledermäusen ist oder nicht.


Was ist als Erstmaßnahme im Notfall zu tun:


Wenn Sie eine kranke, verletzte oder junge Fledermaus gefunden haben? Fassen Sie eine Fledermaus immer nur mit Handschuhen oder einem sonstigen Schutz gegen Bisse an! Die Wahrscheinlichkeit, sich durch einen Fledermausbiss mit Tollwut zu infizieren, ist zwar äußerst gering viele Arten können jedoch kräftig und schmerzhaft zubeißen!

Bei Findlingen mit größeren Wunden oder Knochenbrüchen kann nur ein Fledermausspezialist oder Tierarzt helfen. Sie sollten das Tier möglichst schnell in eine Art Notfallkiste setzen, zum Beispiel in eine alte Schuhschachtel. Legen sie ein Tuch oder Küchenpapier mit hinein. Verschließen Sie die Schachtel sehr gut, z. B. mit einem Gummiband. Ein Zentimeter genügt den kleinen Arten schon um zu Entkommen! 

Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie dem Tier Wasser (mit Pipette oder Teelöffel seitlich an die Maulspalte) anbieten. Im Winter sollte die "Notfallkiste" in einen etwa 5 bis 10°C kühlen Raum gestellt werden, im Sommer sollte sie bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.

 

Benachrichtigen Sie dann bitte einen Fledermaus-Fachmann! 

Um den verschreckten Bewohnern als auch den Fledermäusen zu helfen, wurde ein Fledermaus-Hilfe-Telefon eingerichtet!

Fledermaustelefon in Nürnberg 0911-454737 

oder

Frau Bettina Cordes in Nürnberg  Telefon: 0911-552185

oder

Herr Martin Harder in Nürnberg Telefon: 0911-3188655

oder

Koordinationsstelle für den Fledermausschutz in Nordbayern: Tel. 09131/8528788

***

Mit Fledermäusen ohne erkennbare Verletzungen sollte am Abend (außer in Frostnächten oder bei Dauerregen) ein Abflugversuch unternommen werden. Setzen Sie das Tier in der Abenddämmerung möglichst hoch an eine rauhe Wand, Holzverschalung oder ein Fensterfliegengitter und beobachten Sie, ob es abfliegen kann. 
WICHTIG: Achten Sie darauf das weder eine Katze oder ein anderes Haustier an den kleinen Säuger zu nahe herankommt!


Vor allem kleine Arten wie die fünf bis sechs Gramm leichten Zwergfledermäuse werden oft als vermeintlich hilflose Jungtiere angesehen. Junge Fledermäuse gibt es bei uns jedoch nur von Ende Mai bis Mitte Juli (Wochenstube). In den ersten Lebenswochen sind die Jungtiere entweder völlig nackt oder nur etwas flaumig behaart. Sie können beim ersten verlassen des Sommerquartiers durch z.B. gekippte Fenster in Wohnungen gelangen. Findet man ein solch hilfloses Jungtier sollte man den Winzling ebenfalls in die besagte Schachtel bis zur Dämmerung aufbewahren und abends dann warten das die Mutter das Jungtier von der Fensterbank abholt

Das Naturschutzgesetz lässt die vorübergehende Aufnahme hilfloser Fledermäuse zu. Wenn aber absehbar ist, dass das Tier nicht in kurzer Zeit wieder freigelassen werden kann, müssen die Naturschutzbehörden im Naturpark unbedingt informiert werden.
Untere Naturschutzbehörde im Naturpark:

Landratsamt Kulmbach: Tel. 09221 707-0

Landratsamt Lichtenfels: Tel. 09571/ 18-0

Landratsamt Bayreuth: Tel. 0921/ 728-0
Landratsamt Forchheim: Tel. 09191/ 86-0
Landratsamt Bamberg: Tel. 0951/ 85-0